Von , Gründer • 14 Min. Lesezeit • DSGVO / Datenschutz

Ist Linktree DSGVO-konform? Was du prüfen solltest – und welche Alternativen es gibt

Kurz gesagt (geprüft im September 2026)

Pauschal nicht: Es hängt auch davon ab, wie du deine Seite betreibst. Linktree bietet einen AVV, übermittelt laut Datenschutzerklärung aber Daten nach Australien und in die USA (Standardvertragsklauseln)[1]. Stand 25.09.2026 zeigen die Profile ein Cookie-Banner[5]; eigene Tracking-Pixel verantwortest du[6].

Die Prüfliste: Linktree und MinglyLink nebeneinander

Die MinglyLink-Spalte haben wir im eigenen Code geprüft, die Linktree-Spalte zitiert die nummerierten Quellen weiter unten. Die letzte Spalte zeigt, wie du jeden Punkt selbst prüfst – bei jedem Tool.

Linktree und MinglyLink im DSGVO-Check (Stand September 2026)
Prüfpunkt Linktree MinglyLink Selbst prüfen
FirmensitzLinktree Pty Ltd, Melbourne; für Australien gibt es keinen EU-Angemessenheitsbeschluss1, 2MinglyLink Ltd, England & Wales (Nr. 16484762), UK-DSGVOImpressum und Datenschutzerklärung des Anbieters lesen.
Wohin die Besucherdaten gehenAustralien, USA und weitere Länder, per Standardvertragsklauseln1Hosting-Region derzeit nicht veröffentlicht; auf Anfrage (info@mingly.link)In der Datenschutzerklärung nach „Übermittlung“, „Standardvertragsklauseln“ oder „Data Privacy Framework“ suchen.
Cookies vor der EinwilligungCookie-Banner auf den Profilseiten (geprüft am 25.09.2026); 2025 wurde über Cookies ohne Opt-in berichtet3, 4, 5Keine: die öffentliche Bio-Seite setzt keine CookiesSeite im privaten Fenster öffnen und vor dem Banner-Klick unter Entwicklertools → Anwendung → Cookies nachsehen.
Tracking-PixelEigene Pixel (Meta, TikTok, Google Analytics) möglich, für eigene Zwecke des Seitenbetreibers5, 6Keine Tracking-Skripte Dritter; Aufrufe und Klicks werden first-party gezähltEntwicklertools → Netzwerk: nach facebook, tiktok und google-analytics filtern.
ImpressumAls Link in der Linkliste: zwei Klicks ab Instagram, wenn er „Impressum“ heißt und oben steht7, 8, 13Eigenes Feld im Footer: ein Klick ab InstagramAb deinem Instagram-Profil die Klicks bis zum Impressum zählen.
AVVVorhanden4Auf Anfrage: info@mingly.linkAVV vor dem Livegang anfordern und ablegen.

Linktree ist der bekannteste Linkbaum der Welt – und eines der Tools, bei denen deutsche Datenschutzexperten regelmäßig genauer hinschauen. Wenn du hier gelandet bist, hast du vermutlich gehört, Linktree sei „nicht DSGVO-konform“, und willst wissen: Stimmt das? Und brauchst du eine DSGVO-konforme Linktree Alternative, die dauerhaft kostenlos bleibt?

Diese Prüfung gibt es auch auf Englisch (Is Linktree GDPR compliant?) und Spanisch (¿Linktree es compatible con el GDPR?).

Unten findest du jeden Prüfpunkt mit Quelle und Datum – von der Datenübermittlung über das Cookie-Banner bis zur Impressumspflicht nach § 5 DDG –, das reale Abmahnrisiko, wie du Linktree sauberer nutzt, und die Alternativen. (Sorgfältig recherchiert, aber keine Rechtsberatung.)

MinglyLink in einem Satz

MinglyLink ist eine kostenlose Linktree-Alternative von einer UK-Firma (UK-DSGVO): Die öffentliche Bio-Seite setzt keine Cookies und lädt keine Tracking-Skripte von Dritten, ein Impressum-Feld gibt es direkt in den Seiteneinstellungen, und Shop sowie Terminbuchung sind ohne Bezahlplan dabei. Brauchst du zwingend Hosting in Deutschland, sind Zeeg oder Wonderlink die strengere Wahl.

Linktree Alternative im Überblick: kostenlos, mit Shop & Terminbuchung →

Warum Link-in-Bio-Tools DSGVO-Fragen aufwerfen

Jedes Link-in-Bio-Tool sammelt Daten über die Personen, die deine Seite besuchen. Mindestens: IP-Adressen, Geräteinformationen, Browser-Typ, Klick-Zeitstempel und Referrer-Daten. Manche Tools setzen zusätzlich Tracking-Cookies und binden Analyse-Dienste von Drittanbietern ein. Entscheidend ist, wo diese Daten verarbeitet werden und ob deine Besucher einwilligen können.

Unter der DSGVO gelten dafür klare Regeln. Die zwei wichtigsten für Link-in-Bio-Tools:

Beschränkungen beim Datentransfer. Personenbezogene Daten von EU-Bürgern dürfen nur in Länder mit „angemessenem“ Datenschutzniveau übertragen werden – oder mit besonderen Garantien wie den Standardvertragsklauseln. Die USA haben für allgemeine Datentransfers keinen Angemessenheitsbeschluss (das EU-US Data Privacy Framework deckt nur zertifizierte Unternehmen ab).

Transparenz und Einwilligung. Besucher müssen darüber informiert werden, welche Daten zu welchem Zweck erhoben werden. Für nicht zwingend erforderliche Cookies und vergleichbares Tracking braucht es nach § 25 TDDDG (bis Mai 2024: TTDSG) eine aktive Einwilligung[9] – und Tracking-Pixel von Dritten sind der häufigste Grund, warum eine Seite diese Pflicht auslöst.

Die Prüfpunkte im Detail

Fair bleiben: Linktree ignoriert die DSGVO nicht. Es gibt einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)[4], Standardvertragsklauseln für internationale Datentransfers[1] und inzwischen ein Cookie-Banner auf den Profilseiten[5]. Trotzdem bleiben Punkte, die du kennen solltest – gerade in Deutschland. Hier sind sie einzeln, jeweils mit Quelle.

1. Serverstandort und Datenübermittlung

Linktree Pty Ltd sitzt in Melbourne, Australien. Laut Datenschutzerklärung (gültig ab 5. Juli 2026) können personenbezogene Daten nach Australien, in die USA und in weitere Länder übermittelt werden; abgesichert wird das über Standardvertragsklauseln (SCC) oder Angemessenheitsbeschlüsse[1]. Für Australien gibt es keinen EU-Angemessenheitsbeschluss[2], die Übermittlung stützt sich dort also auf Verträge. Seit dem Schrems-II-Urteil des EuGH (Juli 2020) müssen solche Verträge zusätzlich durch eine Prüfung des Rechts im Zielland abgesichert werden, und deutsche Aufsichtsbehörden legen diese Frage traditionell streng aus. Auch e-recht24 nennt die Server außerhalb der EU als einen seiner Kritikpunkte an Linktree[4]. Und MinglyLink? Die Hosting-Region veröffentlichen wir derzeit nicht; frag uns, wenn du sie für dein Verarbeitungsverzeichnis brauchst.

2. Cookies und Einwilligung (§ 25 TDDDG)

Seit dem 14. Mai 2024 heißt das TTDSG „TDDDG“; § 25 verlangt weiterhin eine Einwilligung, bevor nicht notwendige Informationen auf dem Endgerät gespeichert oder ausgelesen werden[9]. Im Februar 2025 berichtete vgsd.de, dass Linktree schon beim Seitenaufruf Cookies setzte, bevor Besucher einwilligen konnten[3]; e-recht24 beschrieb im November 2025 dasselbe Problem und vermerkte, dass Linktree inzwischen ein Consent-Tool nachgerüstet hat[4]. Als wir am 25. September 2026 fünf öffentliche Linktree-Profile aufgerufen haben, lud jedes einen Consent-Manager (DataGrail) mit aktiviertem Cookie-Banner[5]. Prüfe es trotzdem bei deiner eigenen Seite: im privaten Fenster aus einem EU-Netz öffnen und schauen, ob das Banner erscheint, bevor irgendetwas nicht Notwendiges lädt.

3. Tracking-Pixel, die du selbst einbindest

Linktree erlaubt Seitenbetreibern eigenes Tracking – die geprüften Profile haben getrennte Einwilligungsschalter für Meta-Pixel, TikTok-Pixel und Google Analytics[5] –, und laut Linktrees Cookie-Hinweis setzen Nutzer diese Cookies für ihre eigenen Zwecke[6]. Praktisch heißt das: Für diese Pixel stehst du gerade. Nenne sie in deiner Datenschutzerklärung und binde nur ein, was du wirklich auswertest. Außerdem baut der Quelltext der geprüften Profile per „Preconnect“ eine Verbindung zu Googles Schriftservern auf; die eigene Markenschrift liefert Linktree selbst aus[5]. Einen breiteren Vergleich von kostenlosen und kostenpflichtigen Tools findest du in unserer Übersicht kostenloser Linktree-Alternativen (auf Englisch).

4. Impressumspflicht nach § 5 DDG

Seit dem 14. Mai 2024 steht die Impressumspflicht in § 5 DDG; sie hat § 5 TMG ersetzt. Sie gilt für „geschäftsmäßige, in der Regel gegen Entgelt angebotene digitale Dienste“, und die Angaben müssen „leicht erkennbar und unmittelbar erreichbar“ sein[7]. Die Schwelle ist niedrig: Schon Verlinkungen auf ein eigenes oder fremdes Unternehmen können einen Instagram-Account geschäftsmäßig machen[16]. Fehlende Pflichtangaben können ein Bußgeld bis 50.000 € auslösen[15]; in der Praxis ist die Abmahnung das größere Risiko. Was genau ins Impressum gehört, zeigt unser Leitfaden Impressum auf Instagram.

5. Die Zwei-Klick-Regel

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass ein Impressum, das über zwei klar benannte Links erreichbar ist, die gesetzlichen Anforderungen erfüllen kann (BGH, Urteil vom 20.07.2006, I ZR 228/03)[8]. Daher stammt die „Zwei-Klick-Regel“ – eine Faustregel aus der Rechtsprechung, keine feste Obergrenze im Gesetz. Bei Linktree liegt dein Impressum als normaler Link in der Linkliste: Bio-Link antippen, dann „Impressum“ – das sind zwei Klicks ab Instagram. Heikel wird es, wenn das Impressum weiter weg liegt, etwa auf deiner Website hinter dem Linkbaum (Instagram-Profil → Linktree → Website → Impressum). Für privat genutzte Seiten spielt das keine Rolle; sobald du als Creator Geld verdienst, mit Marken kooperierst oder ein Gewerbe hast, bist du impressumspflichtig – auch auf deinem Linkbaum.

6. Der Link muss „Impressum“ heißen

Auch die Bezeichnung zählt. Das OLG Düsseldorf hielt einen Link mit der Aufschrift „Info“ für unzureichend, weil durchschnittliche Nutzer darunter keine Anbieterangaben erwarten (Urteil vom 13.08.2013, I-20 U 75/13)[13]. Nenne den Link deshalb „Impressum“ und setz ihn nach oben. Eine neue Entscheidung passt dazu: Laut Berichten der IHK und des Händlerbunds genügt nach dem OLG Hamburg ein deutlich erkennbarer Link in der Profilbiografie zu einer Website mit vollständigem Impressum (Urteil vom 21.05.2026, 15 U 99/24)[14].

7. Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)

Wer die Daten seiner Besucher über ein Tool verarbeiten lässt, braucht in der Regel einen AVV mit dem Anbieter (Art. 28 DSGVO). Linktree bietet einen an[4]; bei MinglyLink bekommst du ihn auf Anfrage (info@mingly.link). Schließ ihn ab, bevor deine Seite live geht, und leg ihn zu deinen Unterlagen.

Und das Preisschild dazu. Im Gratis-Tarif bleibt das Linktree-Logo auf deiner Seite und im QR-Code, die Statistiken reichen nur 28 Tage zurück[10], und wer über Linktree verkauft, zahlt 12 % Provision (Starter und Pro 9 %, erst Premium 0 %)[11]. Ende 2025 wurden die Abos zudem deutlich teurer: Starter von 5 $ auf 8 $ (+60 %), Pro von 9 $ auf 15 $ (+67 %)[12].

Wie groß ist das Abmahnrisiko wirklich?

Ehrliche Einordnung: Es gibt keine Abmahnwelle, die pauschal jeden Linktree-Nutzer trifft. Die klassischen Angriffspunkte liegen auf deiner eigenen Seite – ein fehlendes oder schwer erreichbares Impressum ist ein Klassiker des deutschen Abmahnwesens, dazu kommen Tracking-Pixel ohne Einwilligung und Datenschutzerklärungen, die die eingesetzten Dienste nicht nennen. Datenübermittlungen in Drittländer sind dagegen vor allem ein Thema für die Aufsichtsbehörden. Das Risiko steigt, je sichtbarer und kommerzieller dein Auftritt ist: Wer als Unternehmen, Kanzlei, Praxis oder größerer Creator auftritt, ist ein attraktiveres Ziel als ein privates Hobby-Profil.

Kurz: Für den Hobby-Account ist es ein theoretisches Problem. Für alle, die mit ihrer Bio-Seite Geld verdienen, ist es ein reales – und die meisten Punkte hast du selbst in der Hand.

Linktree weiter nutzen: So senkst du das Risiko

Wenn du bei Linktree bleiben willst, kannst du das Risiko deutlich verringern:

  • AVV abschließen: Linktree bietet einen Auftragsverarbeitungsvertrag an[4] – abschließen und archivieren.
  • Impressum & Datenschutzerklärung ganz oben: als eigene, klar benannte Links, damit beides in zwei Klicks ab Instagram erreichbar ist.
  • Cookie-Banner prüfen: Deine Seite aus einem EU-Netz öffnen und kontrollieren, dass Pixel erst nach der Einwilligung laden.
  • Eigene Pixel sparsam einsetzen: Nur einbinden, was du wirklich auswertest, und jedes in der Datenschutzerklärung nennen.
  • Datenschutzerklärung ergänzen: Die Verarbeitung durch Linktree samt Übermittlung nach Australien und in die USA transparent machen.
  • Datensparsamkeit: Keine sensiblen Zielgruppen (Gesundheit, Recht, Finanzen) über eine Seite mit Drittlandtransfer leiten.

Was du damit nicht löst: den Drittlandtransfer selbst – der liegt bei Linktree. Deshalb wechseln viele deutschsprachige Creator gleich zu einer Alternative.

Die Position von MinglyLink beim Datenschutz

MinglyLink wird von MinglyLink Ltd betrieben, einem in England und Wales registrierten Unternehmen (Company No. 16484762). Es gilt die UK-DSGVO, die britische Fassung der DSGVO nach dem Brexit. Dass wir ein UK-Unternehmen sind, sagt, wo wir niedergelassen sind – nicht, wo Daten gehostet werden: Die Hosting-Region veröffentlichen wir derzeit nicht; frag uns, wenn du sie für dein Verarbeitungsverzeichnis brauchst.

Was das konkret bedeutet – Stand der Prüfung: September 2026:

  • Keine Cookies, kein Dritt-Tracking auf der Bio-Seite. Deine öffentliche Seite (ming.ly/dein-name) setzt keine Cookies, lädt keine Google Fonts und keine Tracking-Skripte von Dritten – kein Google Analytics, kein Meta-Pixel. Aufrufe und Klicks werden ausschließlich first-party gezählt; IP-Adresse und User-Agent speichern wir dabei zur Betrugsabwehr.
  • Eine Ausnahme sagen wir offen: Beim Laden fragt die Seite die öffentliche IP-Adresse des Besuchers über den Dienst api.ipify.org ab (für das Monatslimit des Kontaktformulars und den Schutz vor Eigenklicks).
  • Werbung aus eigenem Inventar. Die Anzeigen auf Bio-Seiten stammen aus MinglyLinks eigenem Inventar, nicht von Ad-Netzwerken mit seitenübergreifendem Tracking.
  • Impressum-Feld inklusive. In den Seiteneinstellungen gibt es ein eigenes Impressum-Feld, das im Footer deiner Bio-Seite angezeigt wird – einen Klick ab Instagram. Die Datenschutzerklärung verlinkst du als normalen Link.
  • Kein Bezahlplan für Datenschutz-Funktionen. Es gibt nur einen Plan, und der ist kostenlos – inklusive Shop mit Warenkorb und Bestellungen sowie Terminbuchung. Eine kleine „Powered by MinglyLink“-Zeile bleibt im Footer jeder Seite.
  • Verkaufen auf derselben Seite: 0 % MinglyLink-Gebühr: Käufer zahlen dir direkt (bar, Überweisung, Zahlungslink). Wie das geht, zeigt der Guide Digitale Produkte verkaufen: kostenlose Plattform.
  • AVV auf Anfrage: info@mingly.link.

Wir wollen aber auch ehrlich sagen, was wir NICHT sind: Wir sind kein deutsches Unternehmen, und die Hosting-Region wird derzeit nicht veröffentlicht. Wenn du Hosting speziell in der EU (oder konkret in Deutschland) brauchst, sind Tools wie Zeeg und Wonderlink darauf ausgelegt. MinglyLinks Stärken liegen auf der Seite selbst: keine Cookies, keine Dritt-Tracker und ein Impressum-Feld – nicht im EU-Hosting.

Wonderlink oder MinglyLink? Der ehrliche Vergleich

Wonderlink ist der Linkbaum, den deutsche Rechtsportale am häufigsten empfehlen – zu Recht, wenn Rechtssicherheit dein wichtigstes Kriterium ist. Dahinter steht die Seyffert mit Himmelspach GmbH in Berlin[17]; laut eigener Website laufen alle Daten ausschließlich auf deutschen Servern, und Tracking-Cookies gibt es keine[18].

Wo Wonderlink stärker ist:

  • Hosting in Deutschland (laut Anbieter). MinglyLink veröffentlicht seine Hosting-Region derzeit nicht.
  • Rechtstexte: Wonderlink ist Kooperationspartner der IT-Recht Kanzlei und bietet eine Schnittstelle für deren Rechtstexte[18].
  • Alles auf Deutsch, von der Oberfläche bis zu den AGB. Das MinglyLink-Studio ist derzeit englisch.

Was MinglyLink mitbringt: einen Shop mit Warenkorb und Bestellungen sowie Terminbuchung, beides im einzigen, kostenlosen Tarif; keine Cookies und keine Tracking-Skripte Dritter auf der Bio-Seite; ein Impressum-Feld im Footer. Preise: Wonderlink FREE 0 €, PRO 5 € im Monat[18]; MinglyLink ein Tarif, kostenlos.

Kurz: Wenn Hosting in Deutschland und fertige Rechtstexte für dich Pflicht sind, nimm Wonderlink. Wenn du über deine Bio-Seite verkaufen oder Termine vergeben willst, ohne ein Abo abzuschließen, passt MinglyLink besser.

Alternativen mit Hosting in der EU

Wir sind nicht die einzige Option – und es ist uns lieber, du wählst das richtige Tool, als dass du uns aus den falschen Gründen wählst.

Zeeg (zeeg.me) – deutsches Unternehmen, Daten ausschließlich auf europäischen Servern. Kombiniert Link-in-Bio mit Terminbuchung und passt damit zu Beratern, Praxen und allen, die ohnehin Termine vergeben. Wenn dein Hauptanliegen ist, dass Daten in der EU bleiben, ist Zeeg die strengste Option. Kostenloser Plan verfügbar.

Wonderlink – deutsches Unternehmen mit Sitz in Berlin, laut eigener Angabe ausschließlich deutsche Server; die Einordnung steht im Vergleich oben.

ClickWhale – WordPress-Plugin statt SaaS: Dein Linkbaum läuft auf deinem eigenen Hosting, die Daten bleiben bei dir. Grundversion kostenlos, Premium kostenpflichtig. Setzt eine eigene WordPress-Site voraus.

Selbst gehostete Lösung – Mit technischem Know-how kannst du deine eigene Link-Seite auf eigenem Hosting bauen. Volle Kontrolle über die Datenverarbeitung, keine Drittland-Transfers, keine Abhängigkeit von der Datenschutzpraxis eines Anbieters. Der Nachteil: Du baust und pflegst alles selbst.

Steht bei dir der Preis im Vordergrund und nicht der Serverstandort? Dann schau in unseren Vergleich der besten kostenlosen Linktree-Alternativen (2026).

DSGVO-konformer Linkbaum: die Checkliste

„Linkbaum“ ist das deutsche Wort für genau diese Art von Seite – und egal, für welchen Anbieter du dich entscheidest, an diesen fünf Punkten erkennst du, ob sich dein Linkbaum DSGVO-konform betreiben lässt:

  • Serverstandort & Datentransfers: Werden Besucherdaten in der EU bzw. im UK verarbeitet, oder gehen sie in Drittländer wie Australien oder die USA? Gibt es Standardvertragsklauseln oder einen Angemessenheitsbeschluss?
  • AVV verfügbar: Stellt der Anbieter einen Auftragsverarbeitungsvertrag bereit?
  • Tracking & Cookies: Setzt die Seite Cookies oder Dritt-Tracker, die nach § 25 TDDDG eine aktive Einwilligung erfordern – und gibt es dafür einen Consent-Mechanismus? Datenschutzbewusste Nutzer suchen genau danach: „keine Tracking-Cookies, kein Consent-Banner nötig, IP-Adressen werden nicht dauerhaft gespeichert“.
  • Impressum in 2 Klicks: Kannst du Impressum und Datenschutzerklärung direkt auf der Bio-Seite zeigen oder verlinken?
  • Keine Datenschutz-Paywall: Sind datenschutzrelevante Funktionen (Impressum-Feld, eigene rechtliche Links, Statistiken ohne Dritt-Tracker) kostenlos – oder erst im Bezahlplan?

Den direkten Vergleich Punkt für Punkt – Serverstandort, AVV, Impressum-Feld, Firmensitz – findest du in unserer DACH-Checkliste zur Linktree Alternative.

So triffst du die Entscheidung

Ein praktischer Leitfaden:

Dein Publikum ist überwiegend in Deutschland und die Compliance ist streng (Recht, Medizin, Finanzen): Nutze Zeeg oder Wonderlink – EU-gehostet, eigens für die DSGVO gebaut.

Dein Publikum ist europäisch, aber du bist nicht in einer Hochrisiko-Branche: MinglyLink (UK-Unternehmen unter der UK-DSGVO, keine Cookies und kein Dritt-Tracking auf der Bio-Seite) ist eine vernünftige Wahl; frag uns nach dem Hosting, wenn du es für dein Verzeichnis brauchst. Trag dein Impressum ins Impressum-Feld ein und verlinke deine Datenschutzerklärung.

Dein Publikum ist global und die DSGVO ist ein Thema, aber nicht das wichtigste: Linktree mit AVV, SCC und Cookie-Banner ist rechtlich vertretbar – behalte aber den Drittlandtransfer und deine eigenen Pixel im Blick und setz den Impressum-Link nach oben. Unser Vergleich der besten Link-in-Bio-Tools (auf Englisch) geht ins Detail.

Du willst maximale Datenkontrolle: Selbst hosten. Nichts anderes gibt dir das.

Fazit

„Linktree ist nicht DSGVO-konform“ ist als Pauschalsatz zu hart – und beim Thema Cookies inzwischen überholt, seit Linktree ein Consent-Banner ausspielt. Als Prüfauftrag bleibt der Satz berechtigt: Der Drittlandtransfer nach Australien und in die USA bleibt bestehen, und für Impressum, Datenschutzerklärung und eigene Pixel bist du selbst verantwortlich. Wer geschäftlich unterwegs ist, prüft seinen Linkbaum mit der Checkliste oben – ob EU-gehostet (Wonderlink, Zeeg), selbst gehostet (ClickWhale) oder kostenlos von einem UK-Unternehmen unter der UK-DSGVO, ohne Cookies auf der Bio-Seite (MinglyLink). Und wenn der Preis dein Hauptkriterium ist: Hier sind die besten wirklich kostenlosen Linktree-Alternativen.

Häufig gestellte Fragen

Ist Linktree DSGVO-konform?
Pauschal lässt sich das nicht sagen – es hängt auch davon ab, wie du deine Seite betreibst. Prüfbar ist: Linktree sitzt in Australien und übermittelt laut Datenschutzerklärung (gültig ab 5. Juli 2026) personenbezogene Daten nach Australien und in die USA, abgesichert über Standardvertragsklauseln. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) ist verfügbar. Die Profilseiten zeigen inzwischen ein Cookie-Banner, nachdem 2025 über Cookies ohne Opt-in berichtet wurde. Selbst eingebundene Tracking-Pixel verantwortest du. Seit dem Schrems-II-Urteil ist umstritten, ob Standardvertragsklauseln allein für solche Drittlandtransfers genügen.
Ist MinglyLink DSGVO-konform?
MinglyLink Ltd ist in England und Wales registriert (Company No. 16484762) und unterliegt der UK-DSGVO, die der EU-DSGVO inhaltlich entspricht. Die öffentliche Bio-Seite setzt keine Cookies, lädt keine Google Fonts und keine Tracking-Skripte von Dritten; Aufrufe und Klicks werden nur first-party gezählt. Die Hosting-Region wird derzeit nicht veröffentlicht, ein AVV ist auf Anfrage erhältlich (info@mingly.link). Eine pauschale DSGVO-Garantie gibt es bei keinem Anbieter – entscheidend ist auch, wie du deine Seite betreibst (Impressum, Datenschutzerklärung).
Wie steht es um den Datenschutz bei Linktree?
Laut Datenschutzerklärung (gültig ab 5. Juli 2026) übermittelt Linktree personenbezogene Daten nach Australien und in die USA, abgesichert über Standardvertragsklauseln; einen AVV bietet Linktree an. 2025 wurde über Cookies ohne Einwilligung berichtet, Stand 25.09.2026 zeigen die Profilseiten ein Cookie-Banner. Eigene Tracking-Pixel verantwortest du selbst.
Was ist ein DSGVO-konformer Linkbaum?
Ein Linkbaum, den du DSGVO-konform betreiben kannst: ohne nicht notwendige Cookies vor der Einwilligung, ohne Schriften und Tracker von Dritten ohne Rechtsgrundlage, mit AVV und mit einem Impressum, das höchstens zwei Klicks ab Instagram entfernt ist. Kein Anbieter macht dich allein DSGVO-konform; die fünf Prüfpunkte stehen in der Checkliste in diesem Beitrag.
Was ist die 2-Klick-Regel beim Impressum?
Nach § 5 DDG muss das Impressum geschäftsmäßiger Online-Angebote leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar sein. Der Bundesgerichtshof hat 2006 entschieden, dass ein Impressum, das über zwei klar benannte Links erreichbar ist, diese Anforderung erfüllen kann (BGH, I ZR 228/03) – daher die „2-Klick-Regel“. Ein Bio-Link auf eine Seite mit „Impressum“-Link sind zwei Klicks ab Instagram und damit im Rahmen. Bei MinglyLink steht das Impressum über ein eigenes Feld direkt im Footer der Bio-Seite, also einen Klick ab Instagram.
Kann ich Linktree in Deutschland trotzdem nutzen?
Ja – das Risiko trägst allerdings du als Seitenbetreiber. Schließe den AVV ab, verlinke Impressum und Datenschutzerklärung ganz oben, prüfe, dass deine Tracking-Pixel erst nach der Einwilligung laden, und nenne Linktree samt Übermittlung nach Australien und in die USA in deiner Datenschutzerklärung. Den Drittlandtransfer selbst kannst du als Nutzer nicht abstellen.
Geht ein Linkbaum ganz ohne Cookies?
Ja. Ein Linkbaum ohne nicht notwendige Cookies und ohne Tracker von Dritten braucht dafür keine Einwilligung nach § 25 TDDDG (bis Mai 2024: TTDSG). Achte bei der Tool-Wahl darauf, welche Anfragen die Besucherseite tatsächlich stellt – der Netzwerk-Tab deines Browsers zeigt es –, nicht nur auf das Marketing des Anbieters.
Welche Link-in-Bio-Tools hosten Daten in der EU?
Zeeg und Wonderlink (beide Deutschland) geben an, Daten auf europäischen Servern zu hosten. MinglyLink ist ein UK-Unternehmen unter der UK-DSGVO; die Hosting-Region wird derzeit nicht veröffentlicht. Linktree nennt in seiner Datenschutzerklärung Übermittlungen nach Australien und in die USA.
Gibt es eine kostenlose DSGVO-freundliche Linktree-Alternative?
Kostenlose Alternativen gibt es mehrere, eine DSGVO-Garantie gibt dir aber keiner dieser Anbieter. MinglyLink ist komplett kostenlos (ein einziger Plan mit Shop und Terminbuchung); MinglyLink Ltd ist ein UK-Unternehmen unter der UK-DSGVO, die Bio-Seite setzt keine Cookies und lädt keine Tracking-Skripte von Dritten, ein Impressum-Feld ist eingebaut, und die Hosting-Region wird derzeit nicht veröffentlicht. Wonderlink bietet einen kostenlosen Basis-Tarif mit Hosting in Deutschland, und Zeeg hat ebenfalls einen Gratis-Plan. Der Unterschied liegt im Detail: strenges EU-Hosting (Zeeg, Wonderlink) gegenüber vollem Funktionsumfang ohne Bezahlplan (MinglyLink).