Onlineshop erstellen kostenlos: Der ehrliche Weg für kleine Anbieter (2026)
Du willst einen Onlineshop erstellen — kostenlos, ohne Abo-Falle und ohne dass eine Plattform bei jedem Verkauf mitverdient? Das geht, wenn du ehrlich einordnest, was du wirklich brauchst. Für die meisten kleinen Anbieter — Handgemachtes, digitale Produkte, Dienstleistungen, Wochenend-Bestellungen — reicht kein „richtiger" Webshop, sondern eine Seite, die Produkte zeigt und Bestellungen annimmt. Genau das gibt es dauerhaft gratis. Und wo die Grenze liegt, sagen wir dir auch.
Was „kostenlos" hier wirklich bedeutet
Viele „Gratis-Shops" sind Testphasen (Shopify: nach dem Test ab ca. 29–39 $ im Monat) oder nehmen eine Verkaufsgebühr (Beacons: 9 % im Gratis-Tarif, Gumroad: rund 10 % + 0,50 $ pro Verkauf). Bei MinglyLink heißt kostenlos: ein einziger Plan, 0 € pro Monat. MinglyLink nimmt 0 % deiner Verkäufe. Käufer bestellen auf deiner Seite und bezahlen dich direkt, wie ihr es vereinbart: per Nachnahme, Überweisung oder über deinen eigenen Zahlungslink, außerhalb von MinglyLink. Wenn Kartenzahlungen über MinglyLink starten, fallen dafür die Gebühr des Kartenanbieters und eine kleine MinglyLink-Gebühr an; direkt an dich bezahlte Bestellungen bleiben bei 0 %. Finanziert wird das über Werbung aus MinglyLinks eigenem Bestand, die auf den Seiten erscheint (60 % der Werbeeinnahmen gehen an dich), nicht über Verkaufsgebühren.
Für wen der kostenlose Bio-Shop reicht
- Kleine Kataloge: eine Handvoll Produkte, Editionen oder Dienstleistungen — kein 5.000-Artikel-Lager.
- Verkauf an deine Community: deine Käufer kommen von Instagram, TikTok, WhatsApp oder aus dem Laden — nicht aus einem Marktplatz-Feed.
- Direkter Kontakt ist okay für dich: Bestellungen kommen zu dir, die Zahlung vereinbart ihr direkt (mehr dazu gleich — das ist der ehrliche Teil).
Schritt für Schritt: deinen kostenlosen Shop erstellen
- Seite anlegen. Kostenlos registrieren und deine URL sichern — diese eine Adresse ist Schaufenster und Shop zugleich, für alle deine Profile.
- Produkte einstellen. Pro Produkt: ein gutes Foto, eine kurze Beschreibung, Preis und Währung. Physische Produkte, digitale Dateien und Dienstleistungen funktionieren alle.
- Bestelldaten festlegen. Versandadresse abfragen, wenn du verschickst; weglassen bei Abholung, Terminen oder Downloads.
- Zahlungsweg festlegen. Schreib in die Produktbeschreibung, wie bezahlt wird — Überweisung, PayPal, Zahlungslink oder bar bei Abholung. Das erspart dir jede „Wie zahle ich?"-Nachfrage.
- Link überall platzieren. In alle Social-Bios, einzelne Produktlinks in Posts und Stories — jedes Produkt hat eine eigene, teilbare URL. Für den Laden oder Markt: den kostenlosen QR-Code drucken.
Was auf deine Shop-Seite gehört — die Reihenfolge, die verkauft
Eine Shop-Seite hat eine Job-Reihenfolge, von oben nach unten:
- Wer du bist — Name plus ein Satz, der sagt, was du verkaufst („Handgemachte Keramik, Versand in ganz Deutschland").
- Dein aktuelles Highlight — das neueste Produkt oder Angebot, prominent oben.
- Alle Produkte mit sichtbaren Preisen — „Preis auf Anfrage" kostet Bestellungen, die du nie siehst.
- Wie Bestellung und Zahlung laufen — zwei Sätze ersparen zwanzig Nachfragen.
- Erst danach deine übrigen Links und Social-Profile.
Vertrauenssignale wiegen ohne bekannten Shop dahinter doppelt: echte Produktfotos statt Stockbilder, eine geschriebene Versand- und Rückgabe-Zeile, und eine Antwortzeit, die du wirklich einhältst. Und wenn du gewerblich verkaufst, gelten die üblichen deutschen Pflichten (Impressum, Widerrufsbelehrung) unabhängig davon, auf welcher Plattform deine Seite liegt — im Zweifel kurz rechtlich prüfen lassen; das hier ist keine Rechtsberatung.
So funktionieren Bestellungen — das ehrliche Modell
Hier unterscheidet sich MinglyLink bewusst von Shopify & Co.: MinglyLink ist kein Zahlungsdienstleister. Besucher legen Produkte in den Warenkorb (mehrere Artikel gleichzeitig) und bestellen direkt auf deiner Seite. Die Bestellung landet mit den Kontaktdaten des Käufers bei dir — und ihr vereinbart die Zahlung direkt. Digitale Dateien verschickst du selbst, eine automatische Auslieferung nach der Bestellung gibt es nicht.
Das ist ein Tausch: ein Handgriff mehr pro Bestellung gegen einen Shop, der dich dauerhaft nichts kostet und von deinen Verkäufen nichts einbehält — nur dein Zahlungsanbieter nimmt seine übliche Gebühr. Bei ein paar Bestellungen pro Woche ist das Routine; bei Dutzenden pro Tag bist du dem Modell entwachsen — dann lies den nächsten Abschnitt.
Jede Bestellung landet in deiner Bestellübersicht. Dort führst du sie von „Pending“ über „Confirmed“, „Preparing“ und „Shipped“ bis „Delivered“ oder stornierst sie oder lehnst sie ab (das Dashboard ist auf Englisch). Käufer bekommen bei der Bestellung eine E-Mail mit einem Link zum Bestellstatus und bei jeder Änderung eine weitere. Antworten gehen an dich. Wenn du eine Bestellung auf „Shipped“ setzt, kannst du eine Sendungsnummer und einen Tracking-Link für den Käufer hinzufügen. Tipp: Schreib deine Zahlungsdaten in die „Order Confirmation Message“ (Studio → Settings). Sie steht in der E-Mail, die Käufer bei der Bestellung bekommen.
So läuft eine Bestellung ab
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Der Käufer bestellt
Käufer legen Produkte in den Warenkorb und bestellen auf deiner Seite. Die Bestellung kommt als „Pending“ an, und ihr beide bekommt eine E-Mail.
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Du bestätigst und wirst bezahlt
Du setzt sie auf „Confirmed“ und vereinbarst die Zahlung mit dem Käufer: dein eigener Zahlungslink, Überweisung oder Nachnahme.
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Du bereitest vor und versendest
Du setzt sie auf „Preparing“, dann auf „Shipped“, und fügst eine Sendungsnummer oder einen Tracking-Link hinzu, wenn du einen hast.
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Zugestellt
Du setzt sie auf „Delivered“. Der Käufer bekommt bei jedem Schritt eine E-Mail mit einem Link zum Bestellstatus, und Antworten gehen an dich.
Du kannst eine Bestellung in jedem Schritt stornieren oder ablehnen. MinglyLink nimmt keine Zahlung entgegen und liefert keine Dateien aus; das machst du. Die Statusnamen sind die englischen Bezeichnungen aus dem Dashboard.
Wie du Bestellungen aus Instagram annimmst, bezahlt wirst, versendest und Retouren regelst, und welche Pflichten dazukommen, zeigt unsere Anleitung Bestellungen über Instagram abwickeln.
Der QR-Code-Weg für lokale Anbieter
Wenn du auch offline verkaufst — Wochenmarkt, Café-Theke, Atelier, Popup — ist der kostenlose QR-Code deiner Seite der kürzeste Weg vom Vorbeigehen zum Bestellen: ausdrucken, an die Kasse oder auf die Verpackung kleben, fertig. Wer scannt, landet direkt in deinem Shop mit allen Preisen — und bestellt vielleicht Wochen später noch einmal, ohne je deine Ladentür gesehen zu haben. Derselbe Code funktioniert auf Flyern, Visitenkarten und dem Marktstand-Schild; er verfällt nicht und kostet nichts.
Vergleich: Bio-Shop, Shopify, Shopware
| Option | Kosten | Stärke | Der Haken |
|---|---|---|---|
| MinglyLink (Bio-Shop) | 0 €, dauerhaft | Sofort startklar, Warenkorb + Bestellungen, 0 % MinglyLink-Gebühr (nur dein Zahlungsanbieter) | Zahlung vereinbarst du selbst; keine automatische Dateiauslieferung |
| Shopify | ab ca. 29–39 $/Monat | Vollwertiger Checkout, Lager, Versandregeln, Apps | Monatliche Kosten — auch in Monaten ohne Verkauf |
| Shopware | kostenpflichtige Pläne bzw. Self-Hosting | Deutsche E-Commerce-Plattform, sehr flexibel, stark bei B2B | Deutlich mehr Aufwand — für kleine Kataloge überdimensioniert |
Wann du eine „richtige" Shop-Plattform brauchst — ehrlich
- Hohes Bestellvolumen: Wenn das direkte Vereinbaren der Zahlung zum Engpass wird, brauchst du einen automatischen Checkout — dann sind Shopify oder Shopware ihr Geld wert.
- Digitale Produkte in großer Stückzahl: Käufer erwarten den Sofort-Download rund um die Uhr? Dann lohnt eine Plattform mit automatischer Auslieferung — die Zahlen dazu stehen in unserem Beitrag Digitale Produkte verkaufen ohne monatliche Gebühren.
- Komplexer Katalog: Varianten, Lagerbestände, Versandkosten-Logik, ERP-Anbindung — dafür ist der Bio-Shop nicht gebaut, und das behaupten wir auch nicht.
Der Weg dazwischen funktioniert übrigens gut: kostenlos starten, Nachfrage testen, später umziehen. Dein Bio-Link bleibt derselbe und zeigt dann einfach auf den neuen Shop. Welche Bio-Seiten-Tools sonst noch wirklich gratis sind, steht in unserem Beitrag zu den kostenlosen Linktree-Alternativen; was die Seite neben dem Shop noch kann (Terminbuchung, Statistiken, Impressum-Feld), zeigt der Überblick Linktree Alternative mit Shop & Terminbuchung; die Datenschutz-Einordnung (UK-DSGVO, keine Cookies auf öffentlichen Seiten) findest du in der DSGVO-Prüfliste zu Linktree. Die vollständige, präzise Funktionsliste des Shops — auf Englisch — steht im Referenzartikel What Is the MinglyLink Shop?