Bestellungen über Instagram abwickeln (Anleitung 2026)
Transparenzhinweis: Wir entwickeln MinglyLink. Setz einen Shop in deinen Bio-Link: Käufer legen Produkte in den Warenkorb und bestellen, und die Bestellung landet mit den Angaben des Käufers in deiner Übersicht, wo du sie über die Status bis „Delivered“ führst. Bezahlt wirst du direkt, per Überweisung, über deinen eigenen Zahlungslink oder bar bei Übergabe. Impressum und Widerrufsbelehrung bleiben deine Aufgabe.
So haben wir verglichen
Wir haben sieben Wege verglichen, wie Verkäufer in Deutschland, Österreich und der Schweiz Bestellungen über Instagram annehmen, und bei jedem dieselben Fragen gestellt: Was brauchst du, wo landet die Bestellung, was erfährt der Käufer, und wie bezahlt er? Jede andere Zelle verweist auf die Seite des Anbieters, geprüft im September 2026.
| Weg | Was du brauchst | Wo Bestellungen landen | Was der Käufer erfährt | Wie der Käufer bezahlt | Passt, wenn |
|---|---|---|---|---|---|
| Nur Instagram-DMs | Ein Instagram-Konto | Keine Übersicht: Jede Bestellung ist ein Chat | Was du schreibst | Vereinbart ihr im Chat | du nur wenige Bestellungen pro Woche hast |
| Instagram „Bestellungen erhalten“1, 2 | Ein Business-Konto; Produktdetails im Beitrag oder ein Sticker in der Story. Länder: nicht angegeben | Bestellanfragen im Instagram-Chat; du nimmst sie an oder lehnst sie ab und aktualisierst den Status | Im Chat | Von Instagram nicht angegeben; Preis und Zahlungsart besprecht ihr im Chat | du in Instagram bleiben willst |
| WhatsApp-Business-Katalog3, 4, 5 | Die WhatsApp-Business-App mit Katalog | Käufer schicken einen Warenkorb als Nachricht; verbindlich erst, wenn du bestätigst | Was du schreibst | Außerhalb von WhatsApp: Zahlungen an Unternehmen gibt es nur in Indien, Brasilien, Mexiko und Indonesien | du ohnehin über WhatsApp verkaufst |
| Instagram Shops6, 7, 8 | Ein eigener Onlineshop mit Domain und Produktkatalog; Deutschland in offener Beta, Schweiz eingeschränkt, Österreich nicht aufgeführt | In deinem Onlineshop, nicht in Instagram | Über deinen Onlineshop | Auf deiner Website: Shops leiten zum Checkout deiner Website | du schon einen Onlineshop betreibst |
| Link-in-Bio-Shop: MinglyLink | Eine kostenlose MinglyLink-Seite (0 % MinglyLink-Gebühr) | Bestellübersicht: „Pending“ → „Confirmed“ → „Preparing“ → „Shipped“ → „Delivered“ | E-Mail bei der Bestellung mit Link zum Bestellstatus und bei jeder Änderung | Käufer zahlen dir direkt (Überweisung, Zahlungslink, bar) | du alle Bestellungen kostenlos in einer Liste willst, ohne eigene Website |
| Link-in-Bio-Shop: Stan Store oder Beacons9, 10, 11, 12, 13, 14 | Stan: 29 $ im Monat. Beacons: gratis mit 9 % Gebühr pro Verkauf | Verkäufe im Tool; digitale Dateien werden nach der Zahlung ausgeliefert | Bestätigungs-E-Mail mit dem Produkt | Kartenzahlung auf der Seite | du digitale Produkte gegen Kartenzahlung verkaufst |
| Eigener Onlineshop (Shopify)15, 16, 17, 18, 19, 20 | Basic: in Österreich 32 € im Monat (24 € bei jährlicher Zahlung), in der Schweiz 29 CHF (21 CHF) | Bestell-, Zahlungs- und Versandstatus | Bestell- und Versandbestätigungen per E-Mail | Checkout im eigenen Shop | du einen größeren Katalog hast und Lagerbestand und Versandkosten brauchst |
Die Zahlen hinter einem Weg verweisen auf die Quellen am Ende. Shopify zeigt Preise je nach Standort; den Euro-Preis für Deutschland konnten wir nicht prüfen. Bei Kartenzahlung kommen die Gebühren des Zahlungsanbieters dazu.
Wo MinglyLink passt – und wo nicht
Passt, wenn du alle Instagram-Bestellungen kostenlos in einer Liste haben willst und direkt bezahlt wirst: per Überweisung, Zahlungslink oder bar bei Übergabe. Passt nicht, wenn du Kartenzahlung auf der Seite, den automatischen Versand von Dateien oder einen Lagerbestand über mehrere Kanäle brauchst. Das bieten heute Stan Store, Beacons oder Shopify.
So läuft eine Bestellung ab
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Der Käufer bestellt
Käufer legen Produkte in den Warenkorb und bestellen auf deiner Seite. Die Bestellung kommt als „Pending“ an, und ihr beide bekommt eine E-Mail.
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Du bestätigst und wirst bezahlt
Du setzt sie auf „Confirmed“ und vereinbarst die Zahlung mit dem Käufer: dein eigener Zahlungslink, Überweisung oder Nachnahme.
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Du bereitest vor und versendest
Du setzt sie auf „Preparing“, dann auf „Shipped“, und fügst eine Sendungsnummer oder einen Tracking-Link hinzu, wenn du einen hast.
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Zugestellt
Du setzt sie auf „Delivered“. Der Käufer bekommt bei jedem Schritt eine E-Mail mit einem Link zum Bestellstatus, und Antworten gehen an dich.
Du kannst eine Bestellung in jedem Schritt stornieren oder ablehnen. MinglyLink nimmt keine Zahlung entgegen und liefert keine Dateien aus; das machst du. Die Statusnamen sind die englischen Bezeichnungen aus dem Dashboard.
Ebenfalls kostenlos auf derselben Seite: Terminbuchung, E-Mail-Sammlung, Statistiken, QR-Codes, Videos, SEO-Einstellungen und 60 % der Werbeeinnahmen deiner Seite.
Zahlung
Ohne Kartenzahlung im Shop vereinbarst du die Zahlung direkt mit dem Käufer: per Überweisung, über einen Zahlungslink deines Zahlungsanbieters, bar bei Abholung oder Übergabe oder per Nachnahme. MinglyLink nimmt 0 % deiner Verkäufe. Käufer bestellen auf deiner Seite und bezahlen dich direkt, wie ihr es vereinbart: per Nachnahme, Überweisung oder über deinen eigenen Zahlungslink, außerhalb von MinglyLink. Wenn Kartenzahlungen über MinglyLink starten, fallen dafür die Gebühr des Kartenanbieters und eine kleine MinglyLink-Gebühr an; direkt an dich bezahlte Bestellungen bleiben bei 0 %.
Nachnahme bieten DHL und die Österreichische Post an. Bei DHL buchen Privatkunden sie nur über die Online-Frankierung dazu (8,99 € pro Paket), Geschäftskunden zahlen 7,49 € zzgl. MwSt.21, 22 Die Post nimmt Nachnahme für Pakete innerhalb Österreichs an23.
Tipp: Schreib deine Zahlungsdaten in die „Order Confirmation Message“ (Studio → Settings). Sie steht in der E-Mail, die Käufer bei der Bestellung bekommen.
Versand und Sendungsverfolgung
Wenn du eine Bestellung auf „Shipped“ setzt, kannst du eine Sendungsnummer und einen Tracking-Link für den Käufer hinzufügen. Den Link zum Bestellstatus haben Käufer schon mit der ersten E-Mail bekommen. Bei DHL verfolgst du Pakete über die Sendungsnummer; Päckchen haben dort keine Sendungsverfolgung24. Die Österreichische Post zeigt den Status in ihrer Sendungssuche25.
Retouren und Widerruf
Es gibt keine Retourenfunktion, und Käufer können eine Bestellung nicht selbst stornieren: Sie wenden sich an dich, und du regelst Rücksendung und Erstattung direkt. In Deutschland und Österreich können Verbraucher Fernabsatzverträge in der Regel 14 Tage lang widerrufen; in der Schweiz gibt es kein gesetzliches Rückgaberecht für Online-Käufe. Leg in deiner Widerrufsbelehrung fest, wie Rücksendungen ablaufen; die Einzelheiten stehen unten bei den Pflichten.
Nachrichten-Vorlagen zum Kopieren
Egal mit welchem Tool: Drei kurze Nachrichten ersparen dir die meisten Rückfragen. Ersetze die Angaben in Klammern.
- Bestellung erhalten: „Danke, [Name]! Deine Bestellung über [Artikel] ist bei uns angekommen. Der Gesamtbetrag ist [Betrag] inklusive Versand. Du kannst per [Zahlungsarten] bezahlen; wir versenden innerhalb von [Zeitraum] nach Zahlungseingang.“
- Versendet: „Deine Bestellung ist unterwegs. Sendungsnummer: [Nummer oder Link]. Melde dich, wenn etwas nicht stimmt.“
- Zugestellt: „Deine Bestellung sollte angekommen sein. Fehlt etwas oder ist etwas beschädigt, antworte einfach auf diese Nachricht.“
Rechtliche Pflichten beim Verkauf über Instagram
Verkaufst du geschäftsmäßig über Instagram, gelten die Pflichten des Onlinehandels. Hier die wichtigsten für Deutschland, Österreich und die Schweiz, jeweils mit Quelle. Wie du ein Impressum auf Instagram einbindest, zeigt unser Beitrag Impressum auf Instagram.
Deutschland: deine Pflichten als Verkäufer
Das sind deine Pflichten, nicht die von MinglyLink: MinglyLink stellt die Seite und die Bestellverwaltung bereit, der Kauf kommt zwischen dir und deinem Käufer zustande.
- Impressum: Verkaufst du geschäftsmäßig, brauchst du ein Impressum, das leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar ist, mit Name, Anschrift, E-Mail-Adresse und, falls vorhanden, Register, Registernummer und USt-IdNr. (§ 5 DDG). Auf MinglyLink trägst du es in das Impressum-Feld deiner Seite ein.1
- Bestell-Button: Bestellen Verbraucher über einen Button, muss er gut lesbar mit „zahlungspflichtig bestellen“ oder einer entsprechend eindeutigen Formulierung beschriftet sein, sonst kommt kein Vertrag zustande (§ 312j Abs. 3 und 4 BGB).2
- Widerrufsrecht: Verbraucher können Fernabsatzverträge 14 Tage lang widerrufen. Bei Waren beginnt die Frist mit dem Erhalt der Ware, und nicht bevor du ordnungsgemäß über das Widerrufsrecht informiert hast. Ausnahmen gelten etwa für Maßanfertigungen, schnell verderbliche Waren und entsiegelte Hygieneartikel (§§ 312g, 355, 356 BGB).3, 4, 5
- Widerrufsfunktion: Für online geschlossene Verträge verlangt § 356a BGB eine Funktion mit der Beschriftung „Vertrag widerrufen“, eine Bestätigung mit „Widerruf bestätigen“ und eine sofortige Eingangsbestätigung. MinglyLink bietet Käufern eine solche Funktion derzeit nicht an.6
- Preise: Nenne Verbrauchern Gesamtpreise. Im Fernabsatz gibst du außerdem an, dass die Umsatzsteuer enthalten ist und ob Versandkosten hinzukommen, und nennst ihre Höhe, wenn sie sich vorab berechnen lässt (§§ 3, 6 PAngV).7, 8
- Kleinunternehmer: Bist du in Deutschland ansässig und lag dein Umsatz im Vorjahr bei höchstens 25.000 € und liegt er im laufenden Jahr bei höchstens 100.000 €, sind deine Umsätze steuerfrei (§ 19 UStG); deine Rechnungen enthalten dann einen Hinweis auf die Steuerbefreiung (§ 34a UStDV). Schon der Umsatz, mit dem du die 100.000 € überschreitest, ist steuerpflichtig.9, 10, 11
- Verpackungen: Seit dem 12. August 2026 gelten die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) und das Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz (VerpackDG) statt des Verpackungsgesetzes. Wer Waren mit Versandverpackung an Endkunden in Deutschland schickt, registriert sich vorher im Verpackungsregister LUCID und beteiligt sich an einem System; Unternehmen ohne Niederlassung in Deutschland brauchen zusätzlich einen Bevollmächtigten (§§ 5, 6 VerpackDG).12, 13, 14, 15
Allgemeine Information, keine Rechts- oder Steuerberatung.
Österreich: deine Pflichten als Verkäufer
Auch hier gilt: Das sind deine Pflichten, nicht die von MinglyLink.
- Bestell-Button: Er muss gut lesbar ausschließlich mit „zahlungspflichtig bestellen“ oder einer gleichartigen, eindeutigen Formulierung beschriftet sein, sonst ist der Verbraucher nicht gebunden (§ 8 Abs. 2 FAGG).1
- Rücktrittsrecht: Verbraucher können binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen zurücktreten; bei Waren beginnt die Frist, wenn sie die Ware erhalten (§ 11 FAGG).2
- Rücktrittsfunktion: Für online geschlossene Verträge ab dem 1. Oktober 2026 verlangt § 13a FAGG eine Funktion mit der Beschriftung „Vertrag widerrufen“ und eine Bestätigung mit „Widerruf bestätigen“. MinglyLink bietet Käufern eine solche Funktion derzeit nicht an.3
- Impressum: Auf deiner Seite stehen ständig Name oder Firma, Anschrift, Kontaktdaten mit E-Mail-Adresse und, falls vorhanden, Firmenbuchnummer, Aufsichtsbehörde, Kammer und UID-Nummer; Preise zeigen, ob Umsatzsteuer und Versandkosten enthalten sind (§ 5 ECG). Eingetragene Unternehmen nennen zusätzlich Rechtsform, Sitz und Firmenbuchgericht (§ 14 UGB), und für Websites gilt die Offenlegung nach § 25 MedienG.4, 5, 6
- Kleinunternehmer: Umsätze bis 55.000 € im Vorjahr und im laufenden Jahr sind umsatzsteuerfrei (§ 6 Abs. 1 Z 27 UStG 1994). Überschreitest du die Grenze um mehr als 10 Prozent, entfällt die Befreiung ab dem Umsatz, mit dem du sie überschreitest.7, 8
Allgemeine Information, keine Rechts- oder Steuerberatung.
Schweiz: deine Pflichten als Verkäufer
Auch hier gilt: Das sind deine Pflichten, nicht die von MinglyLink.
- Angaben im Onlinehandel: Nenne klar und vollständig deine Identität und Kontaktadresse mit E-Mail, erkläre die technischen Schritte bis zum Vertragsschluss, lass Eingabefehler vor der Bestellung korrigieren und bestätige die Bestellung umgehend elektronisch (Art. 3 Abs. 1 lit. s UWG).1
- Rückgabe: Ein gesetzliches Widerrufs- oder Rückgaberecht für Online-Käufe gibt es in der Schweiz nicht. Es besteht nur, wenn du es anbietest; dann gehören Frist und Ablauf in deine Geschäftsbedingungen.2, 3
- Mehrwertsteuer: Unternehmen werden ab 100’000 Franken Jahresumsatz steuerpflichtig, ausländische nur mit Leistungen in der Schweiz. Versandhändler aus dem Ausland werden steuerpflichtig, sobald sie im Jahr 100’000 Franken Umsatz mit Kleinsendungen in die Schweiz erzielen.4, 5
Allgemeine Information, keine Rechts- oder Steuerberatung.
Fragen, die du jedem Tool stellen solltest
- Wo landet jede Bestellung: im Chat, in einer Liste oder in einer Übersicht mit Status?
- MinglyLink: Jede Bestellung landet in deiner Bestellübersicht. Dort führst du sie von „Pending“ über „Confirmed“, „Preparing“ und „Shipped“ bis „Delivered“ oder stornierst sie oder lehnst sie ab (das Dashboard ist auf Englisch).
- Erfährt der Käufer, wie es weitergeht, ohne dass du jedes Mal schreibst?
- MinglyLink: Käufer bekommen bei der Bestellung eine E-Mail mit einem Link zum Bestellstatus und bei jeder Änderung eine weitere. Antworten gehen an dich.
- Wie bezahlt der Käufer?
- MinglyLink: 0 % MinglyLink-Gebühr: Käufer zahlen dir direkt (bar, Überweisung, Zahlungslink).
- Kann eine Bestellung mehrere Produkte enthalten?
- MinglyLink: Käufer legen mehrere Produkte in den Warenkorb und geben auf deiner Seite eine Bestellung auf.
- Kannst du beim Versand eine Sendungsnummer eintragen?
- MinglyLink: Wenn du eine Bestellung auf „Shipped“ setzt, kannst du eine Sendungsnummer und einen Tracking-Link für den Käufer hinzufügen.
- Wie laufen Stornos und Retouren?
- MinglyLink: Es gibt keine Retourenfunktion, und Käufer können eine Bestellung nicht selbst stornieren: Sie wenden sich an dich, und du regelst Rücksendung und Erstattung direkt.
- Was fehlt noch?
- MinglyLink: Noch nicht enthalten: Kartenzahlung über MinglyLink, automatische Auslieferung von Dateien, Lagerbestand, Versandkostenberechnung und Bestell-Export.